
Brustzentrum der
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Zertifiziertes Brustzentrum
nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft
und der Deutschen Gesellschaft für Senologie,
sowie der European Society of Breast Cancer Specialists (EUSOMA)
Brustzentrum an der Klinik St. Marienstift
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Harsdorfer Strasse 30, D-39110 Magdeburg
Postfach 32041, D-39041 Magdeburg
Tel. + 49 (0)391 7262-677
Fax. +49 (0)391 7262-331
Klinik St. Marienstift verwendet nur geprüfte und zugelassene Brustimplantate
16.01.2012
Aktuellen Medienberichten zur Folge sollen auch in Sachsen-Anhalt in den Jahren 2008 bis 2010 mehrere Frauen Brustimplantate aus Frankreich erhalten haben. Die Implantate der Firma PIP enthielten anstelle von hochwertigem medizinischen Kunststoff Industriesilikon. Das Brustzentrum der Klinik St. Marienstift in Magdeburg versichert, dass zu keinem Zeitpunkt Implantate der Firma PIP aus Frankreich verwendet wurden.
Vielmehr fanden und finden ausschließlich Implantate und Expanderimplantate der Firmen Polytech Health & Aesthetics, EUROSILICONE und Mentor Verwendung, die zur Langzeitimplantation zugelassen sind und ein umfangreiches Prüfverfahren auf biologische Verträglichkeit durchlaufen haben.
Von beiden Firmen liegen Unbedenklichkeitserklärungen vor, die versichern, dass die Implantate die Qualitätsstandards und relevanten Normen der Europäischen Medizinprodukte-Richtlinien und des Deutschen Medizinproduktgesetzes erfüllen.
Dr. med. Kristina Freese
Leiterin des Brustzentrums
Firmenlinks:
- www.polytechhealth.com/3173-highest-security-breast-implants-made-in-germany
- Pressemitteilung eurosilicone
- dev.mentorcorp.com/global-de/breast-augmentation/breast-implant-safety.htm
Leiterin des Brustzentrums
Dr. med. Kristina Freese
E-Mail: brustzentrum[@]st-marienstift.de
Chefarzt
Dr. med. Michael Böhme
Study-nurse
Margrit Schnelle
Tel.: (0391) 72 62 - 131
Fax: (0391) 72 62 - 331
E-Mail: schnelle[@]st-marienstift.de
Ambulanz
Schwester Diana Kirchhoff
Tel.: (0391) 72 62 - 131
Fax: (0391) 72 62 - 331
Sekretariat Brustzentrum
Kerstin Aust
Tel.: (0391) 72 62 - 677
Fax: (0391) 72 62 - 331
E-Mail: aust[@]st-marienstift.de
1. Obergeschoss
Klinik St. Marienstift
Harsdorfer Str. 30
39110 Magdeburg
Ein tastbarer Knoten in der Brust, ein auffälliger Mammographie- oder Ultraschallbefund können erste Hinweiszeichen für eine Brustkrebserkrankung sein.
Eine feingewebliche Abklärung des verdächtigen Befundes durch Stanzbiopsien oder seltener offene Probeentnahmen ist unabdingbare Voraussetzung zur Einschätzung der Art und des Verhaltens der Brustveränderung.
Wir nehmen uns viel Zeit für Sie, um die Ergebnisse mit Ihnen zu besprechen.
Alle notwendigen Therapieschritte, z. B. eine Operation und die sich daran anschließenden Maßnahmen wie Chemotherapie, Strahlentherapie, Hormontherapie etc. werden im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz erörtert und festgelegt, sowie mit Ihnen und Ihren Angehörigen umfassend besprochen und geplant.
Ein etablierter Behandlungspfad garantiert Ihnen optimale medizinische Behandlung ohne Zeitverzug.
Durch Teilnahme an Studien wird der Zugang der Patientinnen zu neuesten Therapieoptionen sichergestellt.
Um die Belastungen der Erkrankung und der Therapie besser zu verkraften, bieten wir allen Patientinnen die Möglichkeit der Vermittlung einer begleitenden psychoonkologischen Beratung und Behandlung sowie der Musiktherapie.
Für unsere Patientinnen mit einer Chemotherapie werden seit Jahren regelmäßig Kosmetikkurse am Hause durchgeführt.
Am 26.10.2005 wurde das Brustzentrum an der Klinik St. Marienstift gegründet.
Das Brustzentrum vereint ein interdisziplinäres Netzwerk von Klinikärzten, niedergelassenen Kollegen, Rehabilitationseinrichtungen, der Selbsthilfegruppe und weiteren an der Behandlung von Frauen und Männern mit Brusterkrankungen beteiligten Partnern.
In den Tumorkonferenzen sitzen die Operateure zusammen mit den Radiologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Nuklearmedizinern und Onkologen an einem Tisch und besprechen das individuell angepasste Vorgehen für jede Patientin/Patienten.
2006 wurde das Brustzentrum durch das Institut OnkoZert erstmalig zertifiziert und 2009 erfolgreich re-zertifiziert.
2008 erhielt das Brustzentrum an der Klinik St. Marienstift das Zertifikat der Europäischen Gesellschaft der Mamma-Karzinom Spezialisten (EUSOMA).
Im Rahmen des Brustzentrums besteht eine enge Kooperation oder Assoziation der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Klinik St. Marienstift mit folgenden Einrichtungen und Praxen:
| Gynäkologie/Senologie |
Klinik St Marienstift Magdeburg |
| Diagnostische Radiologie und Nuklearmedizin |
Radiologische Praxisgemeinschaft Dr. med. C. von Knorre, Dr. med. H.-W. Burkart, Dr. med. A. Fessel, Dr. med. K. Coenen, Prof. Dr. med. F. Weise Schönebecker Str. 68 39104 Magdeburg Tel. 0391 4048154 - Mammografie - Stanzbiopsie/Vakuumstanze - Sonografie - konventionelles Röntgen - MRT - CT - stereoaktische Markierung - Präparateradiografie |
| Pathologie und Zytologie |
Gemeinschaftspraxis |
| Strahlentherapie |
Gemeinschaftspraxis |
| Hämatologie und Internistische Onkologie |
Schwerpunktpraxis |
| Psychologische Psychotherapie / Psychoonkologie | Praxis Dipl.-Psych. C. Storm Friesenstr. 01 39108 Magdeburg Tel. 0391 6073677 - Psycho-onkologische Betreuung |
| Psychologische Psychotherapie / Psychoonkologie Schwerpunkt Kinder und Jugendliche |
Praxis Dipl.-Psych. Gudrun Werner-Hervieu Goethestr. 37 39108 Magdeburg Tel.: 0391 3611078 - Kinderpsychologische Betreuung |
| Mobiles Beratungsangebot | Magdeburger Krebsliga e.V. Gerhart-Hauptmann-Str. 38 39108 Magde-burg Tel. 0391 6717394 - Soziale Betreuung - Selbsthilfeangebote - Informationsabende |
| Schmerztherapie | Klinik St. Marienstift Klinik für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Intensivmedizin CA Dr. Hans-Peter Hennig, OA Dr. Thomas Otto Harsdorfer Str. 30 39110 Magdeburg Tel. 0391 7262 -250 oder -182 - Ambulante und stationäre Schmerztherapie |
| Musiktherapie | Klinik St. Marienstift Frau Weschke, Frau Bürger Harsdorfer Str. 30 39110 Magdeburg Tel. 0391 7262905 - Musiktherapeutische Betreuung |
| Physiotherapie | Klinik St. Marienstift Frau Christiane Smolla Harsdorfer Str. 30 39110 Magde-burg Tel. 0391 7262010 - Prä- und postoperative physiotherapeuti-sche Betreuung - Atemgymnastik - Gruppentherapie |
| Sozialdienst | Klinik St. Marienstift Frau Jutta Podporowski Harsdorfer Str. 30 39110 Magdeburg Tel. 0391 7262045 - AHB und soziale Betreuung |
| Seelsorge | Klinik St. Marienstift Schwester M. Raffaela Fischbach Harsdorfer Str. 30 39110 Mag-deburg Tel. 0391 7262067 - Seelsorgerische Betreuung - Trauerarbeit - Sterbebegleitung |
| Labor | Klinik St. Marienstift Frau Eva-Kathrin Ziese Harsdorfer Str. 30 39110 Magdeburg Tel. 0391 7262 -016 oder -017 - Laborleistungen |
| Plastische Chirurgie | BG Kliniken „Bergmannstrost“ Klinik für Plastische- und Handchirurgie PD Dr. Steen, Dr. Middelberg Merseburger Str. 165 06112 Halle/Saale Tel. 0345 1326249 - Metastasenchirurgie - Plastische Chirurgie - Freie Lappentechniken |
| Plastische Chirurgie | Fachärztin für Plastische Chirurgie Dr. med. Olivia Lenz-Scharf Kroatenweg 71 39116 Magdeburg Tel. 0391 6099431 |
| Rehabilitation | Waldburg-Zeil-Kliniken Rehabilitationsklinik Bad Salzelmen PD Dr. med. B. Anger Riedstr. 16 88316 Isny-Neutrauchburg Tel. 03928 7180 - Rehabilitation |
| Orthopädie | Klinik für Orthopädie Pfeiffersche Stiftungen Magdeburg Chefarzt PD Dr. med. habil. Niels Follack Pfeifferstr. 10 39114 Magdeburg Tel. 0391 8505200 - Metastasenchirurgie |
| Palliativmedizin | Klinik für Innere Medizin Pfeiffersche Stiftungen Magdeburg Chefarzt Dr. med. J. Molling Chefarzt Dr. med. Weigel Pfeifferstr. 10 39114 Magdeburg Tel. 0391 8505170 - Palliative Therapie |
| palliative Pflege | Hospiz der Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg Schwester Tabea Friedersdorf Pfeifferstr. 10 39114 Magdeburg Tel. 0391 8505120 - Finale Begleitung |
| Pneumologie / Thoraxchirurgie | Lungenklinik Lostau gGmbH Zentrum für Pneumologie und thorakale Onkologie Chefarzt Dr. med. Jost Achenbach Lindenstraße 2 39291 Lostau 039222/81200 - Metastasen-Chirurgie/Pleurodese |
| Apotheke | Waisenhaus-Apotheke Leiterin: C. Friederich An der Waisenhausmauer 2 06108 Halle (Saale) Tel. 0345/2324518 - Versorgung mit Arzneimitteln (Fr. Wergau) - Zytostatika (Fr. Dr. Koch) - Entsorgung |
| Sanitätshaus | MOT Frau Fricke Dr. Grosz-Str. 7 39126 Magdeburg Tel. 0391 2546263 - Komplexe und postoperative medizinische Versorgung nach Brustoperationen; diese umfasst die Beratung, Anpassung und Versorgung mit Erstversorgungsprothesen und BH |
| Humangenetik | Institut für Humangenetik der Universität Leipzig Komissarischer Leiter Prof. Dr. med. E. Passarge Goethestr. 1 04103 Leipzig Tel. 0341 9723800 - Genetische Beratung |
| Laborpraxis | Gemeinschaftspraxis Prof. Dr. Schenk, Dr. Ansorge Am Neustädter Feld 47 39124 Magdeburg Tel. 0391 255530 - Spezielle Laborleistungen – Tumormarker - Mikrobiologische Untersuchungen |
| Chirurgie | Klinik für Chirurgie Pfeiffersche Stiftungen Magdeburg Chefarzt Dr. med. T. Pohle Pfeifferstr. 10 39114 Magdeburg Tel. 8505249 od. 296 - Metastasenchirurgie |
Die Erkrankung (Synonym: Mammakarzinom) ist ein von den (Epithel-)Zellen der Drüsenläppchen oder der Milchgänge ausgehender bösartiger Tumor.
Von den bösartigen Tumoren der Frau entfallen ca. 25% auf das Mammakarzinom, es ist damit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Sie betrifft jede 8. bis 10. Frau im Laufe ihres Lebens. Die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter; es sind jedoch zunehmend auch junge Frauen betroffen. Pro Jahr treten ca. 110 Neuerkrankungen pro 100.000 Frauen auf, das sind in Deutschland etwa 47.000 Fälle.
Auch bei Männern kann Brustkrebs auftreten; hier ist die Erkrankung jedoch sehr selten. (ca. 0,6 Fälle pro 100.000 Männer; 0,2 - 1,5 % aller Karzinome beim Mann)
Geschichte
Die älteste bekannte Beschreibung des Mammakarzinoms ist im „Edwin Smith Surgical Papyrus"(Ägypten, 3000 - 2500 v. Chr) zu finden (BREASTED, 1930) und beschreibt kurioserweise einen männlichen Patienten (zitiert nach L. Estévez Schwarz).
bei Erkrankungen der weiblichen Brust
Brustdrüse
Die weibliche Brust unterliegt aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber den Sexualhormonen zyklischen Veränderungen. In den ersten zwei Wochen des Regelzyklusses ist die Brust unempfindlich; beim Eisprung wird sie sensibler und während der Menstruation nimmt die Empfindlichkeit wieder ab.
Mammographie
Das Mammogramm ist die Abbildung der Brustdrüsen, bei der unterschiedlich dichte Gewebestrukturen als Schattierung auf dem Röntgenbild sichtbar werden. Sehr gute Aussagekraft bietet die Mammographie bei fettreicheren Brüsten der älteren Frau und bei Kalkherden im Brustgewebe.
Ultraschalluntersuchung
Bei jüngeren Frauen mit festen Brüsten (Drüsenkörper) sollte in Ergänzung zur Mammographie die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) zum Einsatz kommen. Auch zur Difeerenzierung zwischen Knoten und Zysten kann die Sonografie hilfreich sein.
Magnetresonanztomographie (MRT, engl. MRI oder NMR)
Die MRT-Untersuchung ist keinesfalls das bildgebende Verfahren der 1. Wahl zum Auffinden von Herdbefunden in der Brust. Dagegen liefert sie hilfreiche Zusatzinformationen und kann helfen, bei bestimmten Krebswachstumsformen weitere Herde zu identifizieren.
Knochenszintigrafie
Im Rahmen einer Brustkrebserkrankung kann bei einem Fortschreiten der Erkrankung bzw. bei einem erneuten Krebswachstum eine Metastasierung (Tumorabsiedelungen) in das Skelettsystem erfolgen. Diese Beteiligung der Knochen kann zunächst ohne eine Symptomatik für die Patientin verlaufen, sich aber auch durch Knochenschmerzen äußern.
Die Skelettszintigrafie erlaubt frühzeitig den Nachweis von Knochenmetastasen. Hierbei werden sogenannte Ganzkörperaufnahmen, ca. 2-3 Stunden nach Injektion einer radioaktiven Substanz in die Vene, erstellt.
bei Erkrankungen der weiblichen Brust
Eine feingewebliche Abklärung des verdächtigen Befundes durch Stanzbiopsien oder seltener offene Probeentnahmen ist unabdingbare Voraussetzung zur Einschätzung der Art und des Verhaltens der Brustveränderung. Dazu stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Stanzbiopsie
Die Stanzbiopsie dient zur feingeweblichen Abklärung von tastbaren und/oder nicht tastbaren Herdbefunden in der Brust. In örtlicher Betäubung werden mehrere Gewebezylinder mit einer sogenannten „Hochgeschwindigkeitsstanze“ (high-speed) aus dem verdächtigen Brustgewebe gewonnen.
Offene Biopsie
Dazu wird der verdächtige Herdbefund in Vollnarkose aus der Brust entfernt.
Nadelmarkierung
Wenn es sich um einen nicht tastbaren Befund oder Mikrokalk in der Brust handelt, muss die verdächtige Struktur vor der Entnahme markiert werden. Zu diesem Zweck wird ein dünner Draht, an dessen Ende sich ein Widerhaken befindet, bis an den verdächtigen Befund entweder unter mammografischer oder songrafischer Sicht vorgeschoben. Noch während des Eingriffs wird das entnommene Gewebe geröntgt, um sicherzustellen, dass der verdächtige Befund vollständig entfernt wurde (Präparateradiografie/Präparatesonografie).
Punktion von Zysten
Zysten (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume) in der Brust sind meist harmlos. Sie können jedoch zu Beschwerden führen, so dass eine Punktion zur Linderung dieser Beschwerden angezeigt sein kann. Gleichzeitig besteht dabei die Möglichkeit, den Zysteninhalt zu untersuchen.
Brustkrebsbehandlung
Die Behandlung der Brustkrebserkrankung ist abhängig von der Größe des Tumors in der Brust, von der Ausbreitung der Erkrankung auf Lymphknoten in der Achselhöhle oder andere Organe.
Chirurgische Behandlung:
Heutzutage stehen dabei unterschiedliche Operationsmethoden zur Behandlung zur Verfügung.
Brusterhaltende Operationen
sind heute in der Mehrzahl der Fälle möglich. Dabei wird entweder der Tumor mit einem ausreichenden Sicherheitssaum, oder ein größerer Teil der Brust unter Erhalt einer ausreichend großen Brust entfernt. Nach einer solchen brusterhaltenden Operation ist eine Bestrahlung der Brust erforderlich. Diese Kombination führt zu gleichen Heilungschancen, wie man sie bei einer Entfernung der Brust erwartet.
Ist eine solche Operation aufgrund des Tumorwachstums oder seiner Größe nicht möglich, dann ist eine Entfernung der Brust nicht zu umgehen.
Ablatio mammae (Entfernung der Brust)
Die gesamte Brust wird bei dieser Operation entfernt, so dass sich danach eine querverlaufende Narbe ergibt. Mit plastischen Operationsverfahren kann in vielen Fällen die Brust mit Eigen- oder Fremdgewebe (auch gleichzeitig mit der Amputation) wieder hergestellt werden.
Wächterlymphknoten (Sentinel-Lymphknoten)
Als Wächterlymphknoten wird der Lymphknoten bezeichnet, der als erster von Tumorzellen im Lymphabstromgebiet des Tumors erreicht wird. Der Wächterlymphknoten weist eine hohe Empfindlichkeit bei der Vorhersage des regionären Lymphknoten- Krebsbefalles auf. Damit kann bei tumorfreien Wächterlymphknoten auf die vollständige Lymphknotenentfernung des Lymphabstromgebietes der jeweiligen Krebserkrankung verzichtet werden.
Axilladissektion (Entfernung der Lymphknoten aus der Achselhöhle)
Bei der Ausbreitung (Metastasierung) einer Krebserkrankung spielen Lymphknoten und Lymphbahnen eine entscheidende Rolle. In den meisten Fällen ist eine Entfernung von Lymphknoten zur Klärung der Ausbreitung der Erkrankung und Festlegung der weiteren Behandlung notwendig.
Medikamentöse Behandlung:
Für die medikamentöse Behandlung kommen hormonelle Therapiemaßnahmen (z.B. Antiöstrogene oder Medikamente, die die Eierstockfunktion ausschalten), eine Chemotherapie oder eine Kombination beider Methoden in Frage. Dabei ist zu beachten, dass eine Hormontherapie nur dann sinnvoll ist, wenn der Tumor Bindungsstellen (Rezeptoren) für hormonelle Faktoren besitzt (so genannter hormonrezeptorpositiver Tumor).
Die medikamentöse Behandlung kommt zur Anwendung:
- als Nachbehandlung bei Patientinnen, die erfolgreich operiert wurden. Ziel ist, eventuell vorhandene, kleinste Metastasen (Mikrometastasen) abzutöten.
- wenn nicht operiert werden kann, weil die Krankheit zu weit fortgeschritten ist oder weil bereits Metastasen bestehen, wird medikamentös und durch Bestrahlungen behandelt.
- vor einer geplanten Operation, um den Tumor zu verkleinern.
Strahlentherapie:
Diese Behandlung ist notwendig, wenn die Brust bei der Operation erhalten wurde. Eine Bestrahlung ist aber auch sinnvoll, wenn der Tumor nicht komplett entfernt werden konnte oder der Brustmuskel und/oder die Lymphknoten der Schlüsselbein-Region betroffen sind.
Antikörperbehandlung:
Bei 25 bis 30 Prozent der an Brustkrebs erkrankten Frauen kommen HER2-Rezeptoren in sehr hoher Zahl vor (HER2-positiver Status). Diesen Frauen kann ein spezielles Medikament helfen, welches als Antikörper diese Rezeptoren unschädlich macht.
I. Laufende Studien in unserem Brustzentrum
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LAPADO- Studie = ist eine Phase II Studie zur neoadjuvanten Chemotherapie mit nicht- pegyliertem liposomalem Doxorubicin, Paclitaxel und Lapatinib bei Patientinnen mit HER2- überexprimierenden, primärem Mammakarzinomen.
MADONNA = ist eine randomisierte doppelblinde placebokontrollierte Phase II Studie zum Vergleich von Docetaxel + Sorafenib versus Docetaxel + Placebo bei Patientinnen mit HER2 negativem metastasierten Mammakarzinom
Tabea-Studie = ist eine randomisierte Phase-IIII Studie zur Bestimmung der Effektivität von Taxane und Bevacizumab (EC) ± Capecitabine als Erstlinientherapie von Patient/innen mit HER2-negativem metastisierten Brustkrebs.
II. Geplante Studien
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OVAR 17-Studie = eine prospektive randomisierte Phase III-Studie zur Evaluierung der optimalen Therapiedauer von Bevacizumab in Kombination mit Paclitaxel und Carboplatin bei Patientinnen mit primärem Ovarial-Ca
ADAPT-Studie = ist eine prospektive, multizentrische, randomisierte Phase III Studie mit einer geplanten Gesamtzahl von über 4000 Patientinnen aus 60 - 80 Zentren.
III. Geschlossene Studien in unserem Brustzentrum
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SUCCESS C = ist eine randomisierte zweiarmige Phase III Studie zum Vergleich von FEC- Doc (500/100/500- 100mg/m²) mit der Gabe von Docetaxel (75 mg/m²) und Cyclophosphamid (600 mg/ m²). In der zweiten Randomisation werden die Patientinnen entweder einer Diätschulung und einem Sportprogramm zugeordnet oder der Kontrollgruppe ohne diese Intervention.
WSG – Studie Plan- B = ist eine randomisierte adjuvante Studie zur Gegenüberstellung von Docetaxel/Cyclophosphamid mit EC / Docetaxel Chemotherapie für Patienten mit HER2/neu negativen frühzeitigen Brustkrebs 6 x TC versus 4 x EC => 4 x Doc
AGO- OVAR 10 = ist eine randomisierte (zufällige Zuordnung der Pat. zu den Therapiegruppen), doppelblinde (Arzt und Patient verblindet), Placebo kontrollierte, multizentrische Studie mit Abagovomab als Erhaltungstherapie bei Patientinnen mit epithelialem Ovarialkarzinom
ZORO- Studie = randomisierte (zufällige Zuordnung der Pat. zu den Therapiegruppen) Phase II Studie, um den chemotherapieinduzierten Ausfall der Ovarien (Eierstöcke) mit dem GnRH Agonisten Goserelin bei jungen Patientinnen mit primärem, hormonrezeptornegativem Mammakarzinom (Brustkrebs) unter einer anthracyclinhaltigen, (neo)adjuvanten (vor bzw. nach Op´s) Chemotherapie zu verhindern
SUCCESS A- Studie = ist eine multizentrische (in mehreren Kliniken durchgeführte), prospektiv randomisierte (zufällige Zuordnung der Pat. zu den Therapiegruppen) Phase III Studie zum Vergleich von FEC- Doc- Chemotherapie versus FEC- DocG- Chemotherapie, sowie 2 oder 5 Jahre Zoledron-therapie in der adjuvanten Therapie (nach OP´s) von Patientinnen mit Brustkrebs
PREPARE- Studie = randomisierter Vergleich einer präoperativen, dosisintensivierten, intervallverkürzten, sequentiellen Chemotherapie mit Epirubicin, Paclitaxel und CMF ± Darbepoetin alfa versus einer präoperativen, sequentiellen Chemotherapie mit Epirubicin und Cyclophosphamid gefolgt von Paclitaxel in Standarddosierung ± Darbepoetin alfa bei Patientinnen mit primärem Mammakarzinom
ETCaT- Studie = neoadjuvante (vor geplanten OP´s) durchgeführte Chemotherapie in der Phase II Studie mit 3 x Epirubicin/Docetaxel gefolgt von 3x Carboplatin/Docetaxel beim primären Mamma-karzinom (Brustkrebs)
KAMA- Studie (= „Körperlich aktiv nach Brustkrebs“) = Wirksamkeit und Nachhaltigkeit bewegungs- und verhaltensbezogener Nachsorgekonzepte zur Förderung der Gesundheit
GEPAR quinto = ist eine Phase III Studie zur Kombination von Bevacizumab, Everolimus (RAD001) oder Lapatinib mit einer neoadjuvanten Chemotherapie bei primärem Mammakarzinom.
Die regelmäßigen Tumorboards zur Fallbesprechung stehen allen ärztlichen Kollegen offen.
Termin: donnerstags, 18.00 Uhr - 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Magdeburg, Pawlow-Poliklinik, Konferenzraum
Leitung/Referent: Dr. von Knorre
Auskunft:
Klinik St. Marienstift
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Sekretariat Brustzentrum
Kerstin Aust
Tel.: (0391) 72 62 - 677
Fax: (0391) 72 62 - 331
E-Mail: brustzentrum[@]st-marienstift.de
Dr. von Knorre
Tel.: (0391) 40 48 154
- Gesprächsgruppe "Neuanfänge wagen .... Leben mit und nach der Brustkrebsdiagnose" (siehe Flyer)
Ansprechpartner:
Oberärztin Dr. med. Kristina Freese
Diplom-Psychologin Chirstiane Storm - Musiktherapie für Patientinnen mit einer Krebserkrankung
- Kosmetikkurse für Patientinnen mit Chemotherapie (siehe u. g. Video)
- Download von Informationsmaterialien
- Brustkrebslexikon (mit freundlicher Genehmigung des Brustkrebs Deutschland e.V.)
Video Kosmetikkurs
- Flyer Brustzentrum
- Flyer Gesprächsgruppe Neuanfänge
- Flyer prästationäre_Vorbereitung_Operationen
- Flyer Bildgebende Diagnostik
- Flyer Invasive Diagnostik
- Flyer Chemotherapie
- Flyer PlastischeChirurgie
- Flyer Psychoonkologische_Betreuung
- Flyer Betreuung der Kinder krebskranker Patienten
- Flyer der Magdeburger_Krebsliga
- Flyer Sozialdienst
- Flyer Seelsorge
- Flyer Musiktherapie
- Auswertung Patientenbefragung 2010 der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.
Wir kooperieren mit der Magdeburger Krebsliga.
