Interne Qualitätssicherung

Zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der guten Qualität unserer Arbeit nutzen wir verschiedene Instrumente des Qualitätsmanagements bzw. der internen Qualitätssicherung.

Im Folgenden sind einige von uns genutzte QM-Instrumente beschrieben:

1. Befragungen

Befragungen dienen der Erfassung der Zufriedenheit von Kunden unseres Krankenhauses. Unsere Kunden sind die Mitarbeiter, Patienten und Angehörigen, einweisenden und kooperierenden Ärzte, Kostenträger, Lieferanten.

Folgende Befragungen führen wir durch:

  • Patientenbefragung
  • Befragung der Patienten im Brustzentrum
  • Einweiserbefragung
  • Befragung der nachbetreuenden Einrichtungen
  • Mitarbeiterbefragung
  • Projektbezogene Befragungen
2. Beschwerden (Lob/Kritik)

Um unser Handeln gegenüber den Patienten und deren Angehörigen nach unseren Leitlinien ermöglichen zu können, nehmen wir ihre vorgebrachten Hinweise an und möchten zur Lösung der Probleme beitragen. Wir zeigen uns gesprächsbereit gegenüber Fragen und Problemen der Patienten und Angehörigen.

Dies erfolgt konzeptionell durch ein strukturiertes Vorgehen zum Umgang mit Patienten- und Angehörigenbeschwerden. Das “Beschwerdeteam” erfasst und bearbeitet alle eingehenden Hinweise und wertet diese aus.

Beschwerdemanagement

3. Interne Audits

Zur Überprüfung und Besprechung von Arbeitsabläufen werden Begehungen innerhalb unseres Krankenhauses in verschiedenen Bereichen (interne Audits) durchgeführt. Diese werden jährlich geplant und unter Leitung der Qualitätsmanagementbeauftragten durch die Auditteams durchgeführt.

4. Erfassen von Daten

Im Rahmen des Kennzahlenmanagements werden verschiedene festgelegte Kennzahlen erfasst, überprüft und zur Qualitätsverbesserung in unserer Klinik genutzt.

Dazu zählen bspw.:

  • Wartezeiten (seit 2007)
  • Fehlbelegungen
  • Umweltkennzahlen (Abfall, Energie- und Wasserverbrauch)
  • Patientenstürze
  • Dekubitusrate
  • Fort- und Weiterbildungen
5. Kommunikation

Zur Sicherheit der Patienten werden die gesetzlichen Regelungen und deren Umsetzung sowie Vorkommnisse und Beinahvorkommnisse in den verschiedenen Kommissionen erörtert und Problemlösungen erarbeitet, aber auch Fortbildungen organisiert:

  • Hygienekommission
  • Transfusionskommission
  • Arzneimittelkommission
  • Umweltkommission
  • Arbeitsschutzausschuss
  • Risikoteam
  • Ethikforum
  • Beauftragtenwesen

 

6. Interne Qualitätssicherung

Es werden verschiedene Methoden der internen Qualitätssicherung angewendet. Hierzu gibt es krankenhausintern eine Verfahrensanweisung und eine Übersicht über die anzuwendenden Maßnahmen und deren Verantwortlichkeiten.

Externe Qualitätssicherung

Die Krankenhaus St. Marienstift Magdeburg GmbH beteiligt sich nach den gesetzlichen Vorgaben an der externen vergleichenden Qualitätssicherung nach § 137 SGB V.

Das Hauptziel der externen vergleichenden Qualitätssicherung besteht in der Optimierung der medizinischen und pflegerischen Leistungen sowie dem Vergleich der Qualitätsdarstellung mit allen Krankenhäusern Deutschlands (Benchmarking).

Dazu werden zu bestimmten Operationen / Behandlungen aller Patienten ausgewählte Daten (Qualitätsmerkmale) dokumentiert und an das AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen sowie die jeweiligen Landesgeschäftsstellen (hier: Ärztekammer Sachsen-Anhalt) anonymisiert versendet.

Dieses Verfahren gilt in unserem Hause für folgende Abteilungen:

Frauenheilkunde z. B. Gebärmutterentfernung,
Diagnostik Kinderwunsch,
gutartige / bösartige Neubildungen der Eierstöcke/Genitalien
Geburtshilfealle Neugeborenen
Brustoperationen   gutartige / bösartige Neubildungen
OrthopädieKnie- und Hüftgelenkersatz oder –wechsel, Oberschenkelfrakturen
ChirurgieGallenblasenentfernung
PflegeDekubitusprophylaxe ,
ambulant erworbene Pneumonie
KardiologieHerzschrittmacher:
Implantation, Explantation,
Systemwechsel, Aggregatwechsel,
Revision

Die Daten werden der genauen Prüfung (an Hand von Qualitätsindikatoren) unterzogen, ausgewertet, mit allen Krankenhäusern verglichen und jährlich als Bericht zurückgesandt.

Treten in bestimmten Bereichen Auffälligkeiten auf, leiten die verantwortlichen Fachgruppen den sog.  Strukturierten Dialog ein. Die Krankenhäuser werden um schriftliche Stellungnahmen gebeten sowie aufgefordert, Maßnahmen zur Optimierung zu benennen. Die Stellungnahmen werden für die endgültige Bewertung (nach einem einheitlichen System) eines jeden Krankenhauses herangezogen.

Vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) ausgewählte Ergebnisse werden im gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsbericht , den alle Krankenhäuser erstellen müssen, alle zwei Jahre öffentlich dargestellt. Dies dient einem weiteren Ziel, der Sicherung der Transparenz.

Somit haben nicht nur einweisende Ärzte, sondern auch und vor allem die Patientinnen und Patienten jederzeit die Möglichkeit, sich aktuell über das Krankenhaus zu informieren.