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Das besondere Plus: Hebammenkreißsaal ist zertifiziert.

Pressemitteilung
Das Zertifikat HKS+ wird von Gesundheitsministerin Grimm-Benne an die Hebammen übergeben. Frau Grimm-Benne steht in der Bildmitte mit dem Zertifikat in der Hand und lächelt.
Der hebammengeleitete Kreißsaal ist heute feierlich mit dem Zertifikat „HKS+“ ausgezeichnet worden. Die besondere Auszeichnung bestätigt höchste Qualität.

Magdeburg, 5. Mai 2026 – Der hebammengeleitete Kreißsaal (HKS) am Krankenhaus St. Marienstift in Magdeburg ist heute feierlich mit dem Zertifikat „HKS+“ ausgezeichnet worden. Die besondere Auszeichnung bestätigt höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards für interventionsarme, hebammengeleitete Geburten und ist bislang in Magdeburg einzigartig und auch in Sachsen-Anhalt bzw. deutschlandweit eine seltene Anerkennung.

Bereits im Februar dieses Jahres stellte sich das Team des Hebammenkreißsaals gemeinsam mit dem Qualitätsmanagement einem umfangreichen Auditverfahren. Das Zertifikat „HKS+“ wird vom Deutschen Hebammenverband (DHV) in Kooperation mit der GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung vergeben und hat eine Gültigkeit von drei Jahren.

Die feierliche Übergabe des Zertifikats erfolgte durch Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit Undine Bielau, Vorsitzende des Landeshebammenverbandes Sachsen-Anhalt. Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesundheitswesen nahmen an der Veranstaltung teil, die Geschäftsführer Johannes Brumm mit den Worten eröffnete:

„Der hebammengeleitete Kreißsaal steht für eine besonders einfühlsame und zugleich qualitativ hochwertige Betreuung von Frauen rund um die Geburt. Die Auszeichnung mit dem Zertifikat ‚HKS+‘ zeigt eindrucksvoll, wie hier medizinische Sicherheit und individuelle Begleitung auf höchstem Niveau miteinander verbunden werden. Solche Angebote stärken das Vertrauen werdender Familien und sind ein wichtiger Bestandteil einer modernen Gesundheitsversorgung.“

Die Ministerin würdigte die Leistung des Teams und betonte die Bedeutung einer hebammengeleiteten Geburtshilfe mit den Worten: 

„Die positiven Erfahrungen im Land zeigen: Der hebammengeleitete Kreißsaal ist ein Erfolgsmodell, das sehr gut angenommen wird. Das HKS+-Siegel für das Krankenhaus St. Marienstift in Magdeburg belegt eine hohe Qualität. Auch bei möglichen Komplikationen sind die Hebammen im Kreißsaal optimal vorbereitet. Unterstützt durch ein erfahrenes Hebammenteam erhalten Schwangere in einer vertrauensvollen Atmosphäre die Möglichkeit zu einer selbstbestimmten Geburt.“

Ein besonderer Anlass für die Zertifikatsübergabe ist das Jubiläum des Hebammenkreißsaals: Genau vor drei Jahren, am 5. Mai 2023, wurde dieser durch ein erfahrenes Hebammen-Team eröffnet. Der Jahrestag fällt zudem mit dem internationalen Welthebammentag zusammen.

Melanie Hennig, Teamleiterin Geburtshilfe, erklärt:

„Wir sind sehr stolz. Die Zertifizierung hat uns dazu gebracht, Prozesse und Abläufe in der Geburtshilfe zu überdenken und weiter zu verbessern. Wichtig dabei war, das Team auf diesem Weg mitzunehmen, es zu stärken und einen klaren Leitfaden zu geben. Das HKS+ Zertifikat ist ein Qualitätssiegel, das nicht nur unserem Team, sondern vor allem den Frauen Sicherheit und Vertrauen gibt.“

Über den Hebammenkreißsaal am St. Marienstift

Der Hebammenkreißsaal richtet sich an gesunde Frauen mit einem unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf ohne medizinische Risiken. Grundlage ist ein klar definierter Risikokatalog des Deutschen Hebammenverbandes, der festlegt, welche Frauen im HKS betreut werden können.

Ein zentrales Element des Konzepts ist die 1:1-Betreuung während der Geburt. Ergänzend bieten Hebammensprechstunden werdenden Müttern die Möglichkeit, ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen einzubringen – eine wichtige Basis für Vertrauen und eine selbstbestimmte Geburt.

Der hebammengeleitete Kreißsaal am Krankenhaus St. Marienstift, in dem seit Bestehen über 100 Kinder zur Welt kamen, bleibt damit ein besonderes und bislang einzigartiges Angebot in Magdeburg sowie eine weiterhin seltene Versorgungsform in Deutschland. Das erste Kind erblickte am 23. Juni 2023 das Licht der Welt im Hebammenkreißsaal.