Krankenhaus St. Marienstift Magdeburg führt modernes Laserverfahren zur Behandlung der Prostatavergrößerung ein
Das Krankenhaus St. Marienstift Magdeburg erweitert das operative Spektrum seiner Klinik für Urologie um ein modernes Verfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie): die ThuLEP (Thulium-Laser-Enukleation der Prostata). Das innovative Laserverfahren wird bislang nur in vergleichsweise wenigen Kliniken angewendet und bietet sowohl für Patienten als auch für Operateure entscheidende Vorteile.
Die gutartige Vergrößerung der Prostata gehört zu den häufigsten Erkrankungen älterer Männer. Sie kann zu erheblichen Beschwerden beim Wasserlassen führen, darunter ein abgeschwächter Harnstrahl, verzögerter Beginn der Blasenentleerung, verlängerte Entleerungszeiten, Restharnbildung oder im schlimmsten Fall ein akuter Harnverhalt.
„Die ThuLEP ist eine minimalinvasive Therapie zur Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen. Die Operation erfolgt über die Harnröhre, sodass keine äußeren Schnitte erforderlich sind. Dabei wird die gesamte vergrößerte Innendrüse der Prostata entfernt, die für die Beschwerden beim Wasserlassen verantwortlich ist“, erläutert Oberärztin Dr. med. Astrid Heeren aus der der Klinik für Urologie.
Während des Eingriffs werden die einzelnen Prostatalappen mithilfe des Thulium-Lasers präzise ausgeschält und zunächst in der Harnblase zwischengelagert. Anschließend werden sie mit einem sogenannten Morcellator – einem speziellen Gewebezerkleinerer – schonend entfernt. Das gesamte entnommene Gewebe wird für die feingewebliche Untersuchung gesichert. Dadurch kann die komplette entfernte Prostatainnendrüse pathologisch untersucht werden.
Ein wesentlicher Vorteil der ThuLEP besteht darin, dass die vergrößerte Innendrüse vollständig entfernt wird. Dadurch ist ein erneutes Wachstum des behandelten Gewebes und damit ein Wiederauftreten der Beschwerden in der Regel sehr unwahrscheinlich.
Neben den langfristigen Behandlungsergebnissen überzeugt das Verfahren durch die hohe Präzision des Thulium-Lasers. Das umliegende Gewebe wird geschont, Blutungen können reduziert werden und viele Patienten profitieren von einer schnelleren Erholung nach dem Eingriff.
Das Verfahren eignet sich zudem auch für größere Eingriffe an der Prostata und erweitert damit die Behandlungsmöglichkeiten der Urologie.
Astrid Heeren und ihre Kollgen wenden die ThuLEP-Methode seit Kurzem an und sind von den Vorteilen des Verfahrens überzeugt. Mit der Einführung dieser modernen Lasertechnik baut die Klinik für Urologie ihr Angebot an schonenden, innovativen Operationsverfahren weiter aus und bietet Patienten in Magdeburg und der Region eine Behandlung auf aktuellem medizinischem Niveau.